BFD in Aktion

Biotoppflege-Aktion am Entengraben, Amy George

Am 24.02.2024 half ich bei einem Biotoppflege-Einsatz am Entengraben mit. So konnte ich den Samstag ohne Langeweile und vor allem sinnvoll nutzen!

 

Mit großen Gartenscheren und Sägen haben wir ein Stück Hang freigelegt. Bereits gefällte Erlen wurden den Hang hinaufgezogen, in kleinere Stücke zersägt bzw. geschnitten und ordentlich aufgeschichtet. Da hatte man hin und wieder mal einen halben Baum in der Hand! Anschließend wurden noch ein paar weitere Erlen gefällt.

 

So tragen wir zur Renaturierung des Entengrabens bei und schaffen einen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die sich gern an Fließgewässern aufhalten.

 

Die Arbeit endete mit einem Muskelkater, aber es hat mir Spaß gemacht und das Wetter hat zum Glück mitgespielt! 


Krötenzaun-Aktion in Kleingründlach, Amy George


Vielen Leuten ist bekannt, dass die Erdkröte (Bufo bufo) von ihrem Winterquartier zu ihrem Laichgewässer wandert, um sich dort fortzupflanzen. Dabei überqueren sie auch die Straßen, was leider dazu führt, dass einige Individuen überfahren werden.

 

Um die Gefahr für diese Tiere zu verringern, werden Krötenzäune aufgestellt, sowie in Kleingründlach bei Nürnberg. Am Samstag, dem 17.02.2024, half ich freiwillig beim Aufbau eines solchen Krötenzaunes mit. Es waren einige Helferinnen und Helfer anwesend, weshalb wir mit dem Aufbau recht schnell fertig waren.

 

Mit Hochhaltern wurde der Zaun aufgestellt und ordentlich befestigt. Dabei musste beachtet werden, dass der Krötenzaun dicht den Boden berührt, weil die Kröten sonst unten hindurchschlüpfen. Danach wurden kleine Eimer in Löcher entlang des Zaunes eingegraben. In diese werden später die Kröten beim Versuch, den Zaun zu umgehen, hineinfallen. Morgens und abends werden die Tiere von Freiwilligen eingesammelt und auf der anderen Straßenseite wieder freigelassen.

 

Zwar steht nun ein Krötenzaun, aber ich bitte dennoch, etwas vorsichtiger zu fahren, wenn eine Kröte auf die Straße hüpft. Sie wird es Ihnen auf jeden Fall danken!

 

 


Seminar „Politisches Seminar in Spiegelau“, Amy George

Vom 29. Januar 2024 bis 02. Februar 2024 fand das Seminar zur politischen Bildung im beschaulichen Spiegelau statt, das in der Nähe des Nationalparks Bayerischer Wald liegt.

 

Politik ist ein wichtiges Thema und es ist gut, sich damit auseinander zu setzen. Durch Rollen- und Gruppenspiele, sowie kreativ gestaltete Projekte haben wir uns mit vielen verschiedenen politischen Themen wie Naturschutz, Migration etc. auseinandergesetzt. Auch wurde über Aktuelles diskutiert und die Meinungen anderer angehört.

 

Natürlich durfte eine Exkursion nicht fehlen! Wir gingen zum Tierfreigelände, um uns Arten anzusehen, die im Nationalpark heimisch sind. Das Wetter war zwar nicht sehr kooperativ, aber es haben sich dennoch ein paar Tiere wie Wisente und Auerhühner gezeigt.

 

Die Abende verbrachten wir mit Freizeitaktivitäten wie Tischtennis, Kicker und einer freiwilligen Nachtexkursion, bei welcher wir aus Zufall auf frische Nagespuren eines Bibers gestoßen sind! Den Biber haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, aber zu wissen, dass einer in der Nähe war, war dennoch etwas Besonderes.

 


Biotoppflege-Aktion im Naturschutzgebiet „Sandgruben am Föhrenbuck“, Amy George (BFD seit Oktober 2023)


Am 25. November 2023 habe ich bei einer Biotoppflege-Aktion in den Sandgruben am Föhrenbuck mitgeholfen. Ich bin gern draußen und körperliche Arbeit ist mein Ding, daher ist genau das das Richtige für mich!

 

Mit großen Gartenscheren und Wiedehopfhacken, rückte ich gemeinsam mit weiteren motivierten Helfern den Traubenkirschen und den ca. einjährigen Trieben von Kiefern zu Leibe.

 

Das ist notwendig, da die Traubenkirsche die offenen Sandflächen zuwuchern würde. Die Kieferntriebe müssen entfernt werden, weil deren Wurzeln dem Boden sehr viel Wasser entziehen, was zur Trockenlegung der feuchten und moorigen Flächen führt. Die Sandgruben am Föhrenbuck, ein Mosaik aus Sandflächen, kleinen Gewässern und Waldbeständen, bieten einen perfekten Lebensraum für die Spezialisten unter den seltenen Tier- und Pflanzenarten. Daher muss dieses Biotop durch Pflegemaßnahmen erhalten werden.

 

Auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hatte, hat es mir dennoch Spaß gemacht und freue mich schon auf die nächste Biotoppflege-Aktion.

 


Veit Deilke (BFD seit September 2022)

Seminar: „Naturschutz und Biodiversität im Nationalpark Bayerischer Wald", Charlotte Dragon und Veit Deilke

Das Seminar "Naturschutz und Biodiversität im Nationalpark Bayerischer Wald" in Ludwigsthal fing am 21.11.2022 an und endete am 25.11.2022.

Das Wildniscamp fand am Falkenstein statt. Dort gab es verschiedene Themenhütten, wie ein Baumhaus, ein Wasserhaus und ein Lichterstern.

 

Am ersten Tag liefen wir gemeinsam vom Bahnhof aus zum Camp, wo wir schon die ersten Lehrinhalte erhielten. Nach der Ankunft wurden wir mit Zwetschgenkuchen versorgt und uns wurden die Hütten gezeigt. Dort erfuhren wir, dass weder Strom noch Heizung darin vorhanden waren, was bei den Minusgraden zuerst beunruhigend war ... Jedoch waren die Hütten so beeindruckend, dass jeder unbedingt darin schlafen wollte. Zusätzlich gab es auch die Möglichkeit in beheizten Zimmern zu schlafen.

 

Am zweiten Tag planten wir gemeinsam den Bau eines Insektenhotels, welcher dann am Nachmittag auch umgesetzt wurde. Am Mittwoch bestiegen wir den Falkenstein. Wir hatten Glück, denn auf einer Schacht angekommen, klarte das Wetter auf. Umso höher wir kamen, desto höher wurde der Schnee, sodass wir auf einen mit Schnee bedeckten Berg ankamen.

 

Am vorletzten Tag erhielten wir einen Vortrag über Luchse und Wölfe in Bayern, woraufhin uns die Seminarleiterin am Nachmittag das Spurenlesen gezeigt hat. Dabei fanden wir im Wald die Spuren von Rotwild und einem Fischotter. Den Abend ließen wir gemeinsam am offenem Ofen ausklingen mit Gesprächen, Spielen und Tee. 


Seminar: „Achtsamkeit und tiergestützte Erlebnispädagogik", Charlotte Dragon

In dem BFD-Seminar: Achtsamkeit und tiergestützte Erlebnispädagogik" vom 31.10.23 - 04.11.23 wurde viel geboten. Mit der Seminarleiterin Vivica Karlsson und ihrem Hund Winnie, haben wir uns gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt 17 Leuten in Steinbach am Wald auf eine Reise unserer Sinne begeben.

 

Ganz viele Aufgaben wurden von uns blind oder stumm bewältigt, um sich wie Winnie auf die anderen Sinne zu fokussieren, wie die Nase und die Ohren. Im Schullandheim wurden wir gut verpflegt und für unsere Anstrengungen, die von 07:45 Uhr morgens bis abends um 19:00 Uhr gingen, belohnt.

 

Die Aufgaben haben Spaß gemacht und wir haben dadurch schnell eine Gemeinschaft aufgebaut. Die Abende haben wir nach dem Programm dann meistens mit Tischtennis und Kickern ausklingen lassen, was auch sehr viel Spaß gemacht hat!

 

Am letzten Abend gab es Stockbrot am Lagerfeuer, mit Holz, das wir auf unseren täglichen Wanderungen gesammelt hatten. 


Simon Wagner, Bundesfreiwilligendienst seit September 2021

Mein Name ist Simon, ich bin 18 Jahre alt und habe mich nach dem Abitur für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst beim LBV entschieden. Seit Mitte September bin ich nun in der Bezirksgeschäftsstelle Mittelfranken in Nürnberg tätig.

 

Bis jetzt sind meine Erfahrungen hier durchweg positiv. Neben dem angenehmen Arbeitsklima und den netten Mitarbeitern und Kollegen hat mich auch mein Aufgabenbereich positiv überrascht. Tätigkeiten wie Telefondienst, bei denen ich mit verschiedensten Leuten in Kontakt komme, gehören zu meinem Alltag. 

Mein Highlight bis jetzt war ein Einsatz mit Dr. Ralf Edler, bei dem wir eine kleine Gruppe Zwergfledermäuse aus einem Gebäude gerettet haben.

 

Die Tiere verirren sich leider oft in Wohnhäusern oder Dachböden und kommen ohne externe Hilfe nur schwer wieder heraus. Daher habe ich mich sehr gefreut, den Fledermäusen zu helfen, denn selten kommt man so nah an diese scheuen Tiere ran. 

 


Auch die Nistkästen-Reinigung im Fürther Zennwald war sicherlich eine Erfahrung, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Mit der Leiter kletterten wir auf die Bäume, öffneten die Nistkästen und bestaunten die Nester.

 

Neben Blau- und Kohlmeisen-Nestern, waren auch Kleibernester stark vertreten. Interessant bei den kleinen, blauen Vögeln ist, dass sie die

Öffnungen des Nistkasten mit Lehm und Dreck zukleben. Daher auch der Name Kleiber (Kleber). Zudem benutzen sie, im Gegensatz zu vielen anderen Vögeln, auch Rinde für den Nestbau.

 

In den leeren Höhlen machten es sich auch ab und zu Mäuse gemütlich, die die Isolation des Strohs und der Federn bei den kalten Temperaturen des Winters ausnutzten.


Doch der Naturschutz ist noch facettenreicher und so konnte ich mich auch im Bereich der Umweltbildung engagieren.

Abgesehen von den Alltags-Tätigkeiten hat man als BFDler die Möglichkeit, an 25 Seminartagen teilzunehmen. 

 

Eines meiner Seminare bestand darin, mit 15 anderen BFDlern im Wald nur unter eine Plane zu schlafen, selbst Feuer zu machen und zu kochen. Eine sehr einprägsame Erfahrung. Es war schön mal eine Woche abzuschalten von all dem gewohnten Luxus. Ein anderes Seminar musste leider aufgrund der Covid-19 Pandemie ab der Hälfte abgebrochen werden, dennoch waren die ersten Tage im Nationalpark Bayerischer Wald wirklich schön.

 

Zusammengefasst kann man sagen, dass das Jahr Bundesfreiwilligendienst eine sehr gute Entscheidung war und ich mich auf die weiteren Monate und Erfahrungen sehr freue!

 


Markus Budny, Bundesfreiwilligendienst seit September 2021

Hallo zusammen, nachdem mittlerweile bereits ein viertel Jahr meines BFD Jahres verstrichen ist, wollte ich mal kurz berichten, was es so alles zu tun gibt beim LBV in der Bezirksgeschäftsstelle Mittelfranken.

 

Ich habe die BFD Stelle im Rahmen des engagierten Ruhestands am 15.09.2021 angetreten und war, nach über 40 Jahren Berufsleben bei einem DAX Unternehmen, sehr gespannt auf die Arbeit bei einem Naturschutzverein. Gleich zu Anfang, fiel mir auf, wie schön das Arbeiten sein kann, wenn die Basis der täglichen Motivation nicht primär ein betriebswirtschaftliches Ziel ist, sondern eben die Arbeit an Natur- und Tierschutzthemen im Vordergrund steht.

 

Mit dieser, für mich neuen, Art des Arbeitens, dem sehr netten, offenen und dennoch kompetenten "hauptamtlichen" Team in der BGS Mittelfranken und der Vielfalt der Aufgaben und Beschäftigungsmöglichkeiten, vergingen die ersten Wochen wie im Fluge. Die Möglichkeit sich direkt bei Aktionen in den Kreisgruppen, z.B. bei der Biotoppflege, der Apfelernte, beim Nistkastenbau und der Nistkastenpflege zu engagieren, trugen dazu bei, dass der BFD-Alltag in der BGS Mittelfranken nie langweilig wird. Und auch wer Interesse an den Themen Büro- und Vereinsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Teamkommunikation und Projektarbeit hat, ist hier genau richtig.

 

Ich möchte die gemachten Erfahrungen beim und mit dem LBV nicht missen und freue mich auf die nächsten Wochen 😊